Drei Werkzeuge für deine ersten echten Sätze
In den ersten beiden Grammatik-Lektionen hast du gelernt, was etwas ist (「これは ほんです」 — Das ist ein Buch) und Verben in der Gegenwart zu nutzen (「わたしは たべます」 — Ich esse). In dieser Lektion machst du drei grosse Sprünge:
1. Verben in vier Tempora
Jedes japanische Verb hat im N5-Niveau vier Grundformen:
- ます (-masu) — Gegenwart/Zukunft, positiv: 「たべます」 (tabemasu — ich esse)
- ました (-mashita) — Vergangenheit, positiv: 「たべました」 (tabemashita — ich habe gegessen)
- ません (-masen) — Gegenwart/Zukunft, negativ: 「たべません」 (tabemasen — ich esse nicht)
- ませんでした (-masen deshita) — Vergangenheit, negativ: 「たべませんでした」 (tabemasen deshita — ich habe nicht gegessen)
2. Die Existenz-Verben います / あります
Im Japanischen gibt es zwei verschiedene Verben für sein/da sein/existieren:
- います (imasu) für Lebewesen (Menschen, Tiere)
- あります (arimasu) für Sachen (Gegenstände, Pflanzen, Orte)
3. Höfliche Bitten mit der て-Form
Mit der て-Form (te-Form) eines Verbs + ください (kudasai) bittest du höflich:
- 「みて ください」 (mite kudasai — Bitte schau) von 見る (miru — sehen)
- 「よんで ください」 (yonde kudasai — Bitte lies) von 読む (yomu — lesen)
Lerntipp: Die て-Form ist das wichtigste Werkzeug im Japanischen. Wenn du sie einmal beherrschst, kannst du Verben verbinden, Bitten formulieren und sogar den Verlaufs-Aspekt (・ている — gerade tun) bilden. Ein bisschen Geduld am Anfang lohnt sich enorm.